Ich verliebte mich an einem Sommertag mor gens um halb sieben Uhr ins Oberengadin, und ich war dabei, es zu verlassen. Geflirtet hatten wir schon seit ein paar Tagen, aber an diesem Morgen kamen wir zusammen.
Es lag an allem; dem Abschied, dem bisschen Sterben darin, der lebendigen Geborgenheit zuvor, der selbstverständlichen Freiheit, der fast schon göttlichen Ruhe in seinen Bergen, und es lag an der Sonne, die gerade die Gipfel der ersten Berge erklommen hatte, dem Nebel, der aus dem Inn dampfte und sich wie tanzend auf seine Auen setzte. Es lag an den Pferden, die darin wie Fabelwesen verschwanden. Es lag an dieser Ewigkeit, die in diesem durchlässigen Dunst sich ...