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Inszenierte Aufregung
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Inszenierte Aufregung

Das ungarische Parlament hat ein Pädophilengesetz verabschiedet, das Kinder besser vor Missbrauch schützen soll. Orbáns Regierung steht zu Unrecht in der Kritik.
Es vergehe buchstäblich kein Tag, sagte kürzlich Ungarns Justizministerin Judit Varga, an dem nicht Kinder Opfer sexuellen Missbrauchs würden. In Ungarn wie anderswo auch. Das Gesetzbuch sah bislang dafür Strafen vor, die viele Bürger als lächerlich empfinden. Als sich im vergangenen Jahr herausstellte, dass der Botschafter Ungarns in Peru, Gábor Kaleta, Tausende Kinderporno-Bilder auf seinem Computer gespeichert hatte, wurde er lediglich zu einer Bewährungsstrafe und einer Geldbusse von umgerechnet 1500 Euro verurteilt. Das entsprach geltendem Recht und richterlicher Praxis. In der Bevölkerung löste die Affäre allgemeine Empörung ...
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