Die Mehrheit der Kantone, hiess es am Wochenende, würde 2010 «tiefrote Zahlen» schreiben. Von Genf bis Zürich drohen «Defizite» in Milliardenhöhe. Das sind an sich schon unerfreuliche Tatsachen. Dabei liesse sich mit etwas Wortkosmetik die gleiche Meldung viel freundlicher formulieren. Statt von bösen Defiziten zu reden, böte sich der flauschige Begriff «Aufwandüberschuss» an. «Überschuss» ist rundum positiv. Da denkt jeder an satte Gewinne und gute Ernten. Machen wir den Schlagzeilentest: «Die Mehrheit der Kantone weist für 2010 Aufwandüberschüsse in Milliardenhöhe aus.» So freut sich der Steuerzahler. Dabei bleiben auch bei «Aufwandüberschüssen» Defizite Defizite � ...