Im Gespräch mit Carlo Jagmetti fiel es WeltÂwoche-Vize Philipp Gut wie Schuppen von den Augen: Die ganze Kakofonie der Verängstigung, mit der die Schweiz nach der jüngsten Abstimmung auf jedes neue Rauchzeichen aus Brüssel reagiert, ist erstens unnötig und zweitens schädlich. Der ehemalige Spitzendiplomat und Oberstleutnant im Generalstab vertrat die Schweiz in den 1980er Jahren in Brüssel, später war er in Paris und Washington stationiert. In der Auseinandersetzung um die sogenannten nachrichtenlosen Vermögen 1996/97 lernte Jagmetti, internationalen Druck zu parieren. Den Schwarzmalern und Zauderern, die auf den Knien das Diktat aus Brüssel erwarten, hält der promovierte Jurist ...