Nein, wir haben uns mit dem Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg nicht über Oprah Winfrey, teure Handtaschen und angeblichen Rassismus in der Schweiz unterhalten. Darüber äusserte sich der Befragte kürzlich im Tages-Anzeiger, ausgesprochen zornig. Mit Verlaub: Kann es sein, dass der Gestus der Empörung manchmal dem Durchblick des Betrachters schadet? Wir trafen den 79-jährigen Autor und Literaturwissenschaftler bei sich zu Hause in Männedorf, um mit ihm über Bücher, über grosse Autoren und über die segensreiche Wirkung des Lesens zu sprechen. Zur Sprache kam auch die Rolle des Intellektuellen in der heutigen Zeit. Muschg erzählt im Gespräch mit ÂRoger Köppel aus sehr persönl ...