«Der Schweizer ‹Tatort› hat in Deutschland keinen guten Ruf», sagt Dani Levy der Regisseur des letzten Schweizer «Tatorts». Auch hierzulande bleibt ein ungutes Gefühl vor dem Fernseher, wenn ein knorriger Bergbauer mit der Mistgabel auf einen geschniegelten Investor losgeht oder wenn eine Fasnachtszunft als Ansammlung hinterwäldlerischer, korrupter Herrenklubs dargestellt wird. Wie kommt das Schweizer Fernsehen dazu, ein solches Bild der Schweiz zu kreieren? Weshalb macht man heute noch Filme, die in ihrem Drang, das Bürgertum zu entlarven, an das Sozialkino der siebziger und achtziger Jahre erinnern? Kulturredaktor Rico Bandle hat die vier bisherigen Schweizer «Tatorte» analysi ...