Es war eine kuriose Veranstaltung. Am Freitag, den 21. September 2012, teilte Andreas Fischer, Rektor der Universität Zürich, an einer Pressekonferenz vor geschätzten 100 Mikrofonen mit, Professor Christoph Mörgeli werde entlassen. Als Grund gab Fischer «schwere Loyalitätsverletzungen» an. Es wirkte wie Hohn: Mörgeli hatte sich gegen Vorwürfe aus vertraulichen Berichten seines Vorgesetzten gewehrt, die zuvor dem Tages-Anzeiger zugespielt worden waren – und die er selber nie zu Gesicht bekommen hatte. Es ist, als ob der Gefoulte vom Platz gestellt wird, weil er «Foul!» gerufen hat. Bevor er die Anschuldigungen konterte, hatte Mörgeli sich mehrfach vergeblich um eine Aussprache ...