Auf der Internetplattform «Kunst und Politik» haben – bis Redaktionsschluss – über 200 Autoren, Filmemacher, Maler und so weiter einen offenen Brief unterschrieben. «Auch ich bin ein verhätschelter Staatskünstler und möchte genannt werden. Darf ich Sie freundlich bitten, mich in Ihr Parteiprogramm aufzunehmen?», schreiben die Künstler an die Adresse der SVP. Die Aktion, durchaus ironisch und witzig, offenbart ein interessantes Phänomen. Die Künstler, die sich gern als frei und ungebunden inszenieren, als «Zigeuner im grünen Wagen» – wie es bei Thomas Mann heisst –, sind existenziell abhängig vom Staat. Wenn sie notorisch linken Parteien anhängen und den freien Markt v ...