Am Tag nach dem Freitod von Markus Reinhardt in Davos verwies die Bündner Justiz- und Polizeidirektorin Barbara Janom Steiner (BDP) erste vage Meldungen über Alkoholprobleme des langjährigen Polizeikommandanten noch ins Reich der Spekulationen. Aus «Gründen der Pietät gegenüber den Angehörigen» versuchte die Regierung, den «tragischen Todesfall» in einen Mantel des Schweigens zu hüllen. Nur zögerlich und häppchenweise kamen in den folgenden Tagen und Wochen Hintergründe an den Tag, die zeigen, dass die «Pietät» der politisch Verantwortlichen alles andere als selbstlos war: Reinhardts Suchterkrankung war seit Jahren bekannt, doch aus Scheu vor einer harten Konfrontation vers ...