Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Mit seinem Verbot eines Plakats, das für die Initiative zum Verbot der Minarette wirbt, hat der Kanton Basel-Stadt das Thema unfreiwillig zuoberst auf die politische Agenda gehoben, knapp zwei Monate vor der Abstimmung am 29. November. Andere Städte überlegen sich ebenfalls, ob sie das Plakat untersagen wollen. Die Vorgänge erstaunen. Statt die politische Auseinandersetzung über ein legitimes Thema zu suchen, drängt der Staat in die Rolle eines Oberzensors. Noch erstaunlicher ist, dass grosse Medienhäuser wie Ringier und der Tages-Anzeiger sich eiligst in Selbstzensur üben und auf einen Abdruck des Inserats verzichten. Im Zeichen der politisch ...