Pascal Couchepin, ein grosses politisches Talent, war 1998 angetreten, die Schweiz auf den Kopf zu stellen. Hoffnungsfroh umgab er sich mit jungen, neoliberalen Beratern, um als Wirtschaftsminister all jene Reformen durchzusetzen, die die Schweiz wieder wachsen lassen sollten. Nach fünf wirkungslosen Jahren wechselte der energische Walliser ins Innenministerium, um hier aufzuräumen. Sechs Jahre später wirkt die Baustelle so unaufgeräumt, wie er sie vorgefunden hatte. Ein paar neue Gruben sind entstanden. Kein einziges grosses Problem – sei es bei der AHV, im Gesundheitswesen oder bei der IV hat Couchepin auch nur annähernd gelöst. Im Herbst möchte er die IV sanieren. Mit einer Erhö ...