Vor einem Jahr stellte eine «Expertengruppe» unter Peter Arbenz (FDP) dem Zürcher Sozialdepartement einen Persilschein aus: das Controlling funktioniere zu «99,9 Prozent». Wahlen standen an. Kaum waren sie vorüber, förderte eine Untersuchung der Universität St. Gallen gravierende Missstände beim Controlling zutage. Im gleichen Zeitraum zeigte in Bern eine analoge Untersuchung durch das Finanzinspektorat auf: 30 Prozent der Fürsorgedossiers enthalten konkrete Hinweise auf Missbrauch. Sieben Monate lang versteckte die Berner Regierung die Studie im Giftschrank – bis die Wahlen vorbei waren. Weltwoche-Redaktor Alex Baur hat die Hintergründe einer grossangelegten Vertuschung rekonst ...