Der neue, aufwendig inszenierte Film «Zwingli» füllt die Deutschschweizer Kinosäle und überzeugt als solide, unaufgeregte Erzählung vor allem ein älteres Publikum. Den weniger anzutreffenden Jungen ist der Plot schlicht zu langweilig. Tatsächlich vermitteln Handlung und Dialoge nur einen spärlichen Eindruck von der grundlegenden inneren und äusseren Umwälzung, die sich im Zürich der Reformationszeit abgespielt hat. Christoph Mörgeli beschreibt, inwieweit die Filmfigur der wahren Persönlichkeit des Verkünders, Machtpolitikers und Glaubenskriegers Huldrych Zwingli gerecht wird. Und weil Zwingli im früheren Leben ein arger Sün ...