Gross war die Entrüstung, als französische Autoren vor Jahren das «Schwarzbuch des Kommunismus» herausbrachten. Der Band enthielt detaillierte Aufstellungen über die grotesken Schwerverbrechen, die im Namen der sozialistischen Weltbeglückung verübt wurden. Peinlich waren die Enthüllungen, die eigentlich bekannt waren, vor allem für die einst jugendbewegten Altachtundsechziger, die Massenkriminelle wie Mao, Che Guevara oder Stalin als Helden-Ikonen verehrt hatten. Mittlerweile liegt die Studentenrevolte vierzig Jahre zurück. Wir konnten grossflächige Betrachtungen lesen, die in den meisten Fällen auf milde Selbstbeweihräucherungen hinausliefen. Weltwoche-Mitarbeiter und Historike ...