«Ruth Dreifuss ist die erfolgreichste Sozialministerin der letzten Jahrzehnte im In- und Ausland», hat die NZZ am Sonntag am 29. September 2002 geschrieben. «Seit Ende 1992 haben sich die Bundesausgaben für soziale Wohlfahrt um die Hälfte gesteigert, von 8,6 auf 13 Milliarden.» Ein Hohn für alle Spar-Rhetoriker. Doch wie sieht sie selbst ihre Bilanz nach einem fast vollen Jahrzehnt im Amt?
Befragen wir sie zu den grossen Linien, die sich rückblickend ausmachen lassen. Wir treffen sie am 24. September in ihrem Bundesratsbüro in der Berner Inselgasse; ihr Rücktritt ist seit längerer Zeit angekündigt, aber noch nicht verkündet.
Den Sozialabbau verhindern» war das SP-Schlagwort der ...