Marc Perrenoud, 1981 in Genf geboren, ist unter den vielen Pianisten aus der Westschweiz vielleicht der eigenwilligste. Dem Status des Wunderknaben ist er längst entwachsen. Allerdings setzte er seine Veröffentlichungen immer sparsam wie ein alter Fuchs: Mit seinem nach wie vor aktuellen Trio (seit 2007: Marco Müller am Bass, Cyril Regamey am Schlagzeug) ist die jüngste CD, «Vestry Lamento», gerade mal Opus 3. Dass er seine heftigen, üppigen, «barocken» akkordischen Konstruktionen gelegentlich über dem errichtet, was im Pop-Jargon «vollfette Rock Grooves» genannt wird, hat ihm den Vergleich mit dem Esbjörn-Svensson-Trio oder mit The Bad Plus eingetragen.
Das ist nicht mehr ...