Die Christen von Derik dürfen aufatmen. Noch vor kurzem konnten sie nicht sicher sein, ob die Terroristen des Islamischen Staats (IS) die kleine Stadt im Dreiländereck zwischen Syrien, dem Irak und der Türkei nicht schon bald erobern würden. Damit wäre es mit dem friedlichen Zusammenleben von Kurden, Arabern und Armeniern respektive Muslimen, Christen und Jesiden zu Ende gewesen. Doch nun haben kurdische Einheiten und eine kleine, mit ihnen verbündete Christenmiliz die Steinzeitislamisten zurückgedrängt – nach Süden und über die nahe irakische Grenze hinweg. Zum ersten Mal seit dem letzten Sommer, als der IS die irakische Millionenstadt Mossul eroberte, befinden sich die Terroris ...