Hassan Jussef, einflussreichster Hamas-Führer in der Westbank-Stadt Ramallah, ist ein pragmatischer Scheich. Er will die stärkste antiisraelische und antiwestliche Kampforganisation der Palästinenser in eine politische Bewegung verwandeln. Statt wie im vergangenen Jahr jede Woche rund zehn antiisraelische Anschläge zu lancieren, soll sie diplomatische Lösungen verfolgen, politische Verantwortung übernehmen und mit der Palästinenserregierung zusammenarbeiten. Sogar für eine Anerkennung Israels, das laut Hamas-Charta doch eigentlich vom Erdboden verschwinden sollte, setzt sich der Scheich ein.
Der etwas pummelige, untersetzte Wortführer gibt sich galant und weltoffen. An der Al-Kuds- ...