Es ist ein lauwarmer Frühlingsabend in Memphis, und das Mississippi-Ufer sieht aus wie ein riesiger Picknickplatz. Tausende schwarzer Familien, von den Grosseltern bis zu den Enkeln, haben sich mit Klappstühlen und Eisboxen vor der Bühne niedergelassen, klatschen der mit drei Bläsern und zwei Schlagzeugern vorwärts preschenden Band zu. Sie warten auf den Mann, der, so weit sie zurückdenken können, ihrem Blues seine Stimme gab: «Here’s the man», bellt der Ansager, «here’s the king of all blues singers, the sensational Bobbiiie...Bluuuue...Bland!» Der Alte mit der Knollennase lässt sich zu einem Barhocker in der Bühnenmitte führen, rückt seine Lotsenmütze zurecht und lausch ...