«Angenehmer noch, als es sein muss, von Ludwig Minelli betreut zu sterben, ist es, den Tag mit ihm zu verbringen.» Das war der Satz, der mir nach dem Treffen mit ihm einfiel. Es war die Essenz der zwölf Stunden, die ich mit dem Mann verbracht hatte. Am Stück. Zwölf Stunden, in denen ich mit ihm ein eben aus Italien angereistes Ehepaar (sie war gekommen, um zu sterben, ihr Mann wollte sie bis an die Schwelle begleiten) zu dem Arzt fuhr, der das finale Rezept ausstellte. Mit ihm bei den Italienern im Wartezimmer ausharrte. Das Ehepaar zu seinem Hotel zurückbrachte. Bei Minelli daheim Tee trank und Gewürzkekse und seine arabische Lieblingssüssigkeit Lokoum naschte. Mit ihm zum Nachtesse ...