Reden wir nicht um den heissen Brei herum, denn wir alle konsumieren sie: Pornografie. Schon deshalb, weil sich die Grenzen der Darstellung des Sexuellen in der Öffentlichkeit längst ins Pornografische verschoben haben.
Im Zeitalter der Internetpornografie sind die Begriffe «Softcore» und «Hardcore» umgedeutet worden. Vor kurzem bezog sich Softcore noch auf die Darstellung von Geschlechtsmerkmalen – Brust, Penis, Vulva –, Hardcore auf das Zeigen von Geschlechtsverkehr. Und heute? Softcore ist explizite, aber noch halbwegs kuschelige Pornografie mit NahaufÂnahmen von Geschlechtsteilen beim Verkehr; beim Hardcore kommen MehrfachpenetraÂtionen, Gruppensex, Fesselspiele oder Würgen ...