Das «neue Gesicht Italiens» ist 19 Jahre jünger als die geliftete Seniorenmaske Silvio Berlusconis und 16 Jahre jünger als der gestürzte Ministerpräsident Romano Prodi, aber Walter Veltroni mit seinem gutmütigen Doppelkinn bewegt sich auch schon länger als dreissig Jahre in den Kulissen der Politik. In Italien «verschleisst die Macht den, der sie nicht hat», wie der 89-jährige Ehrensenator Giulio Andreotti einmal gesagt hat, der 33 Regierungen angehörte und einem Urteil wegen Beziehungen zur Mafia nur wegen Verjährung entgangen ist. In diesem Land der institutionellen Verkrustung gilt ein Politiker mit 55 Jahren noch als jugendlich. Veltroni ist fünf Jahre älter als der Spanie ...