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Die Weltwoche

Italiens Opernquerkopf
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Klassik

Italiens Opernquerkopf

So sehen grosse Tenöre aus: klein, leicht rundlich, kurzer Hals und die Eleganz eines Adligen! Doch Antonino Fogliani schmeichelt dem Publikum nicht mit süssen Arien, sondern herrscht über die Sänger: Er ist Dirigent.
Das etwas muffige Künstlerzimmer im Teatro Filarmonico in Verona hat er nicht verdient. Ihn scheint hier allerdings nichts zu stören, artig sagt er: «Für mich ist es in jedem Theater eine Ehre zu dirigieren ob das nun in Cosenza, St. Gallen oder New York ist.» Noch kennt er New York nicht, aber an der Mailänder Scala hat er bereits dirigiert. Erstaunlich, denn der Sizilianer ist erst dreissig Jahre alt. Seine Arbeit will Fogliani nicht überbewerten. Schwärmereien über legendäre Interpretationen Riccardo Mutis «Don Pasquale», Herbert von Karajans «Bohème» unterbricht er leicht vorwurfsvoll: «Dass es klar ist: Es ist immer noch Verdis 'Rigoletto' und nicht jener eines Dirige ...
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