In der Kunst ist ja selten das Spektakulärste das Wichtigste, und doch lenkt auch mich gelegentlich die Oberfläche von der Substanz ab. Vom Kern der Sache. Aber der will halt auch wahrgenommen werden. Leider ist es ein frommer Irrglaube, dass Qualität sich mit der Zeit von selbst durchsetze. «Mit der Zeit» dauert oft so lang, dass der Künstler seine Entdeckung nicht mehr erlebt, und auch die Auferstehung post mortem bleibt eher die Ausnahme. Hier geht’s allerdings nur drum, dass eine der schönsten CDs des vergangenen Jahres erst mit halbjähriger Verspätung vorgestellt wird. Mea culpa. Dabei ist kaum eine Entschuldigung, dass sie auf dem alternativen Label Unit erschienen ist, wo d ...