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Medien

Je kritischer, desto besser

Syriens Präsident Assad ist der grösste Medienprofi der Weltpolitik – neu mit Schweizer Beteiligung.
Im Jahr 2015 bekam die britische BBC ein ­Interview mit Syriens Präsident Baschar al-Assad. Die BBC schickte den Journalisten ­Jeremy Bowen zum Gespräch, einen ihrer ­harten Jungs. Bowen wollte es besonders gut machen. Als erste Frage ging er gleich anklagend aufs ­Ganze: «Has Syria become a failed state?» Assad verzog keine Miene und antwortete wie ein geduldiger Lehrer, der einen frechen Schüler unterweist. Er liebte die kritische Frage. Letzte Woche war das Schweizer Fernsehen dran. Diesmal wurde «Rundschau»-Journalist Sandro Brotz von Assad zum Interview zugelassen. Auch Brotz wollte es besonders gut ­machen. Er hielt Assad das Bild eines verletzten Kindes anklagend unter di ...
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