Gute Nachricht aus dem Welschland: Die Romands mögen die Deutschschweizer. Mehr noch, sie schätzen neuerdings auch die Sekundär-tugenden der Alémaniques, die sie jahrzehntelang veräppelt haben: «Le travail bien fait» (die gutgemachte Arbeit), Fleiss, Pünktlichkeit, Ordnung und Nüchternheit. Bei Politikern ist es geradezu schick geworden, damit zu kokettieren, dass man wenig Weisswein trinkt (früher eine Grundvoraussetzung für Volksnähe), gerne nach Generalstabsmethoden führt und prinzipiell «hart, aber gerecht» sein will. Mit solchen – früher als typisch deutschschweizerische Betonkopf-Sprüche verurteilten – Bemerkungen hat sich vor einigen Wochen der Gemeindepräsident ...