Jean Baudrillard (1929–2007)
Der Philosoph, der sich sein halbes Leben mit Simulation, Virtualität, dem Tod der Realität und den Illusionen der Konsumwelt beschäftigte, war ein Bauernsohn. Seine Karriere begann der Germanist als Deutschlehrer und Übersetzer von Bertolt Brecht und Karl Marx. Dann doktorierte er in Soziologie und wurde Assistent an der Universität Nanterre, wo er bis vor wenigen Jahren lehrte.
In seinen frühen Büchern ging es um den «Fetischcharakter der Waren», das heisst um ihre Bedeutungen, die sich ganz von ihren Funktionen ablösen, was sich besonders bei der Werbung zeigt. Damit etablierte er sich als ein Wortführer der Postmoderne, der ja auch alles zu Disku ...