Alles fing an mit einem Brief, in dem die 18-jährige Gymnasiastin dem weltbekannten Romancier, Philosophen und «intellectuel engagé» wohlformulierte Fragen stellte zu seinem Hauptwerk «Das Sein und das Nichts». Wie war das präzise gemeint mit der absoluten Freiheit des menschlichen Daseins? Jean-Paul Sartre, Herausgeber der Zeitschrift Les Temps Modernes, Godfather einer Grossfamilie von Pariser Intellektuellen und «Universalgewissen» der Nachkriegszeit, korrespondierte zu der Zeit eher mit Staatsoberhäuptern und Berufsrevolutionären als mit der bildungshungrigen Jugend. Doch hier antwortete er persönlich. Wahrscheinlich war das rehäugige Zauberwesen Arlette Elkaïm schon damals ...