Das einzige vernünftige Argument, das für die Bundesratskandidatur von SP-Ständerat Jean Studer spricht, ist seine persönliche Karriereplanung. Aber sonst ist die Kandidatur des Neuenburgers wohl eher ein Egotrip zur falschen Zeit, auch wenn die SP-Spitze vorderhand ganz viel Mimikry macht, um den Genossen nicht zu verärgern.
Dass sich Jean Studer ins Rennen um die Dreifuss-Nachfolge begibt, passt gut ins Geplapper vom Postfeminismus. Dieses Gesäusel von der angeblich egalitären Gesellschaft, in der das Thema der Frauendiskriminierung als überholt belächelt wird, muss dem Juristen die Sinne getrübt haben. Würde die SP tatsächlich mit einem Mann-Frau-Ticket antreten, riskierte si ...