Mit Schmollmund und trotzigem Blick ist sie das wandelnde Teenie-Klischee, das «alles irgendwie Scheisse» findet. Eine obsessive Grollhaltung, die sie – man könnte fast meinen stolz – wie eine Monstranz vor sich herträgt, überall, zu jeder Zeit; zu Hause, in der Schule, auf der Strasse. Aber als artige VerweiÂgerin, die sich mit mauligen Sprüchen von der Gesellschaft verabschiedet, um dann ins alternative Körbchen zu huschen, lässt Lisa Brühlmann ihre 15-jährige Heldin Mia (Luna Wedler) in ihrem Spielfilmerstling «Blue My Mind» nicht enden. Und darin liegt denn auch das Besondere. Brühlmann, die auch das Buch schrieb, schickt ihre Hauptfigur nicht auf den konventionellen Po ...