Ein Messer blitzt auf einem Schleifstein; Flammen fauchen unter einem Grill; gackernde Hühner werden geköpft und gerupft; Rüben gehackt, Trommeln geschlagen und Gitarren gezupft. Zu hitzigen Sambarhythmen ein wirbelndes, ausgelassenes Fest – mitten im Getto, den Favelas, den Slums von Rio de Janeiro. In der exzentrisch-enthemmten Lebenslust brodelt Aggressivität, die sich an einem Huhn entlädt, das dem Schlachten entkommt, durch die engen Strassen flattert und sogleich von einer Korona Jugendlicher mit Knarren in den Händen und rabulistischer Gier in den Augen verfolgt wird. So beginnt, mit fiebriger Vitalität und furioser Rasanz, der wohl ungewöhnlichste Film der Saison: «Cidade ...