«Jeder hat ein Haus in der Heimat»
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«Jeder hat ein Haus in der Heimat»
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«Jeder hat ein Haus in der Heimat»

Mit grossem Aufwand haben Sozialdetektive einen Betrüger überführt, der die Fürsorge zwei Jahre lang an der Nase herumgeführt hatte. Trotz erdrückender Beweise kommt der Mann vor Gericht faktisch straffrei weg. Ein Alltagsfall, der die Grenzen der Strafjustiz aufzeigt.
Nein, als Betrüger fühle er sich wirklich nicht, das wollte der Angeklagte gleich zum Auftakt der Verhandlung festhalten. «Ein Sozialfall bin ich zwar immer noch», versicherte ­Borko  C. in gebrochenem Deutsch, aber aufs Sozialamt werde er nie mehr gehen. Seit über vierzig Jahren lebe er nun in der Schweiz, erklärte der 61-jährige Bosnier, dreissig Jahre lang habe er als Taxifahrer in Zürich gearbeitet, er kenne «jede Hausnummer in dieser Stadt». Nie habe er ernsthafte Probleme gehabt, bis er vor sechs Jahren nach dem Feierabend dummerweise einmal «zwei Gläser Bier getrunken» habe. Seither sei sein Leben aus den Fugen geraten. Ein Alltagsfall vor dem Bezirksgericht Züric ...
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