Technopark Zürich, 31. Oktober 2006, zweites Armutsforum der Caritas. Die Ethnologin Marta Ostertag stellt eine Studie vor, in der sie zwölf Menschen porträtiert, denen der soziale Aufstieg gelungen ist. Sogleich relativiert sich die Autorin selber: «Zwölf Aufsteigerinnen und Aufsteiger haben wir für unsere Studie gefunden. Es gibt sie also. Sicher. Aber es sind die Ausnahmen – sie bestätigen die Regel.» Die Regel nämlich laute so: «Armut und Reichtum werden vererbt.»
Als Marta Ostertag die zwölf Ausnahmepersonen befragte, fand sie es allerdings «spannend», dass eine nachteilige Herkunft «genauso gut Hindernis wie Ansporn sein kann». Eine Aufsteigerin sagte ihr: «Ich wollt ...