Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass sich ein Schweizer eine Flasche deutschen Wein beschafft. Die Vorurteile sind nicht auszurotten. Dass deutsche Weine (nicht etwa die edelfaulen Spätlesen und Eisweine) zu süss seien, werden Schweizer noch behaupten, wenn sie im eigenen Wallis die Trendwende zu mehr Restzucker längst anstandslos mitmachen. Die Basler Gastro-Legende H. U. Christen (-sten) schrieb einst in ihrer wöchentlichen BaZ-Rubrik mit konstanter Boshaftigkeit von «Traubicola». Tempi passati, längst. Aber während wir die deutsche Fussballnationalmannschaft zwar auch nicht mögen, aber zähneknirschend eingestehen müssen, dass sie besser ist als die unsere, halt ...