Vor dreissig Jahren erschien ein Buch, das viele im Westen nach Osten blicken liess, so wie heute nach China. Damals war Japan der Angstgegner. Das Buch von Harvard-Professor Ezra Vogel hiess «Japan as No. 1: Lessons for America». Japans wirtschaftlicher Aufstieg war mit dem Selbstverständnis der westlichen Welt nicht vereinbar. Auf den Stufen des Capitols in Washington wurden japanische Kofferradios mit Vorschlaghämmern bearbeitet, und die US-Regierung zwang japanische Autohersteller im Namen des freien Handels zu freiwilligen Exportbeschränkungen. Der Erfolg der Japaner erregte Neid und Furcht, denn mit ihrer exportorientierten, staatlich koordinierten Entwicklungsökonomie schienen s ...