So sollte es sein. Zwei Frauen führen während Jahren den wichtigsten Medienbetrieb des Landes – und keiner merkt es. Das ist als Kompliment zu verstehen. Ingrid Deltenre (SF-Direktorin bis Ende 2009) und Gabriela Amgarten (Unterhaltungschefin bis Ende 2010) gaben dem Schweizer Fernsehen Gestalt. Nicht die Geschlechterfrage war ihr Programm, sondern das Ziel, SF als zeitgemässe TV-Station ins 21. Jahrhundert zu steuern. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Es war ein unmögliches Erbe, das Deltenre 2003 antrat. Vor ihr herrschte fünfzehn lange Jahre Peter Schellenberg. Als TV-Autist. Er ignorierte beharrlich den Mauerfall des Fernsehens. Während in den neunziger Jahren private Sender ...