Christus kam nur bis Maloja. Dort fand der Mann, der in späteren Jahren das Haar trug wie der Erlöser, für seine unheilige Familie den letzten Lebensmittelpunkt. Und auf ausgedehnten Wanderungen die entscheidenden Motive für sein Werk. Giovanni Segantini, ein heilloser Bonvivant in ewigen Geldnöten, flüchtete von Savognin nach Maloja. Hinauf, immer höher, zum Licht! Er war in Maloja seinen Bergen so nah wie nie. Luminös und abstrakt ist, was er im Engadin malt; auf dem Höhepunkt das heute legendäre «Alpentriptychon» (1896–1899), das mit seinen Titeln «Werden Sein Vergehen» die Menschen und Tiere in den harmonischen Kreislauf der Natur einbettet. Und dann, das Werk ist noch ni ...