O je, Kanye! Die Geschosse schlagen immer näher ein. Und das geht offenbar sehr schnell im hyperventilierenden Pop-Business. Vor sechs Jahren wurdest du mit deinem Album «Yeezus» noch geradezu frenetisch gefeiert – kein Mensch störte sich am blasphemischen Ringelpiez des Initials. Man nennt dich Yeezy, und du bist ein Genie. Du hast die Musikgeschichte zu deinem Instrument erklärt, donnerst Händel, Classic Soul, Queen, Jazz, Schmalz und Rap zu einem musikalischen Soufflé auf und wurdest von deinen Fans zu einer Art Duke Richard Amadeus van Bach verklärt – die Beatles können dir allenfalls die Schleppe tragen. Du bewunderst Donald T ...