Der 31. Mai 2012 ist ein schwül-warmer Tag in Frankfurt. Eine sommerliche Hitze hat sich vorzeitig zwischen den Bankentürmen in Deutschlands Finanzzentrum eingenistet. Die ersten Besucher, die sich am Morgen zur Hauptversammlung der Deutschen Bank am Rande des Messegeländes aufmachen, begegnen Sprühwagen der Stadtverwaltung, die den Asphalt der Strassen mit Wasser kühlen.
Über 7000 Aktionäre, so viel wie nie zuvor, haben sich angemeldet, um das Ende einer Ära mitzuerleben, den letzten Arbeitstag von Josef Ackermann an der Spitze des grössten Geldhauses der Nation. Seit Wochen hat Josef Ackermann diesem Tag in einer Mischung aus Ungeduld und Unruhe entgegengefiebert. Er will di ...