Joschka Fischer, Jahrgang 1948, ehemals grüner Spitzenpolitiker, war von 1998 bis 2005 deutscher Aussenminister. Der charismatische Redner und Real(o)politiker fiel vor allem durch seine Unterstützung der Nato-Luftangriffe im Kosovo auf. Ebenso pointiert wandte er sich später gegen den Entschluss der US-Regierung, das Regime Saddam Husseins im Irak zu beseitigen. Nach der Abwahl der rotgrünen Bundesregierung 2005 gründete Fischer eine Consulting-Firma. Ausserdem sitzt er im Vorstand des European Council on Foreign Relations, der vom Milliardär George Soros gegründet wurde. 2006 wirkte Fischer als Gastprofessor in Princeton. (RK)
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