Während der beiden Irakkriege lächelten wir über die «embedded journalists» der Amerikaner, das heisst über die Medienleute, die fein säuberlich in die Truppe eingebettet wurden und dort das zu sehen bekamen, was sie, aus amerikanischer Sicht, sehen sollten. Aber wir kennen Ähnliches auch bei uns.
Die eine Sorte, ein eigentlicher Pseudojournalismus, war am Anfang der bundesrätlichen Lust an internationaler, wenn auch meist irrelevanter Reisetätigkeit gang und gäbe. In den ersten Jahren reisten im Gefolge der Magistraten jeweils auch handverlesene Journalisten mit, meist solche, die das Thema nicht kannten und darum dankbare Weiterverbreiter der ihnen suggerierten Weltschau waren. ...