Leider gibt’s in der Bundesverfassung keinen Artikel, der den Bürgern garantiert, am Nationalfeiertag von bundespräsidialen Reden verschont zu bleiben. Und so belehren, warnen, tadeln die jeweiligen Amtsträger mit gestelzt-staatstragenden Sätzen ihre unbescholtenen Mitmenschen, die in der Regel weniger auf dem Kerbholz haben als sie selber. Ein Glück nur, dass kaum jemand hinhört. Wer es diesen 1. August 2012 dennoch tat, konnte sich nur schämen ob der Unverschämtheit unserer gegenwärtigen Bundespräsidentin.
Eveline Widmer-Schlumpf stellte sich vor die Staatskamera und sprach: «Besonders wichtig wird sein, dass wir uns nicht gegenseitig in den Rücken fallen.» Der Atem bleibt e ...