Jürg Amann (1947–2013) – Glück ist etwas für Feiglinge. Jürg Amann war ein mutiger Dichter, einer der dazu bestimmt war, sich treu zu bleiben. Und wenn es um den Preis des Glücks war. Er erhielt andere Preise, den wichtigsten vielleicht, den Ingeborg- Bachmann-Preis, im Alter von 35 Jahren. Alle Augen lagen nun auf ihm, nicht nur die von Marcel Reich-Ranicki, lagen auf einer Karriere, die glänzend zu werden versprach. Doch Glanz war das Letzte, was dieser Dichter nötig hatte. Dieser Meister des Unterspielens und Abschwächens, wenn das Licht auf ihn fiel.
Ihm ging es um nicht weniger als um letzte Dinge. Die Kunst, das Leben, der Tod. Letzte Dinge suchen den Schatten, den Ru ...