Der Jazz hat ein Problem: Aus einer Protest- und Minoritätenmusik ist er zu einem längst anerkannten kulturellen Wert avanciert. Zu einer klassischen Sparte.
Auch wenn sie bis kurz vor dem Klimakterium im Albergo Mamma wohnen, wollen die Kids doch nicht die kulturellen Werte ihrer Eltern teilen. Wer kennt nicht die Mühen, grosse Bücher zu entdecken, die er in der Pubertät allein deshalb verachtet hatte, weil sie zu irgendwelchen «Kanons» gehörten? Allerdings: «Le Jazz n’existe pas», was (wie im Fall der Schweiz oder der Krise) nur heisst, er existiert nicht im Singular. In dieser Musik führen viele Wege zur Seligkeit, und mancher Youngster weiss nur nicht, welcher der seine wä ...