Der Fall Kachelmann wird zu einem Skandal der Volksbelustigung und des Machtmissbrauchs durch die Justiz. Ausserdem darf jetzt genüsslich über intimste Details aus dem Sexualleben des Moderators berichtet werden, als ob uns das auch nur das Geringste anginge. Selbst seriöse Blätter wie der Tages-Anzeiger erlauben sich aus Anlass der Prozessberichterstattung den Blick durchs Schlüsselloch mit summarischen Hinweisen «zu Themen wie Verhütung, Menstruationsblut, gemeinsame Zukunftsperspektiven, Sexspielzeuge und zu einem Tampon». Es gehört zur Perfidie des Verfahrens, dass bei mutmasslichen Sexualdelikten noch das Allerprivateste ans Licht gezerrt wird. Egal, wie der Prozess am Ende aus ...