Das Resultat liess an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: Mit rund 20 Prozentpunkten Vorsprung auf seine Rivalin Sandra Torres wurde der Arzt Alejandro Giammattei am letzten Sonntag zum neuen Staatspräsidenten von Guatemala gewählt. Der klare Sieg mag aus mehreren Gründen überraschen. Zum einen erscheint fraglich, ob der an multipler Sklerose erkrankte rechtskonservative Politiker die vierjährige Amtszeit überhaupt überleben wird. Zum andern wurde Giammattei in Genf für schuldig befunden, als damaliger Chef der Strafvollzugsbehörde anlässlich einer Gefängnisrazzia 2006 die Hinrichtung von sieben inhaftierten Gangstern a ...