Von bleibendem Sammelwert ist sicher sein von Andy Warhol gestricheltes Porträt als Briefmarke der Deutschen Post. Als Nationalhelden-Darsteller taugt er nicht mehr, der «Scheinheilige» (Zeit), eher ist er jetzt wieder der «Firlefranz» (Spiegel). Deutschland entÂledigt sich unter Phantomschmerzen seines Idols. Dabei ist beinahe vergessen gegangen, was Franz Beckenbauer, 71, von Bild einst zum «Kaiser Franz» ausgerufen, eigentlich immer war: ein Fussballer. Und die Kardinalstugend des Mannes am Ball ist die Schlauheit. Das Urvertrauen, gerissener zu sein als die Gegner und Feinde, zu denen auch der Schiedsrichter und letztlich der Richter gehört. Dribbeln, fintieren, einschüchter ...