Der Dienstag vergangener Woche geriet zur Sternstunde für Ferdinand Piëch. Aus seiner Wahlheimat Salzburg angereist, rief er im VW-Hochhaus in Wolfsburg eilig eine Präsidiumssitzung des Aufsichtsrats ein, die nur ein Ziel hatte: den Sturz des amtierenden VW-Chefs Bernd Pischetsrieder, dessen Vertrag erst im Mai bis 2012 verlängert worden war. Piëch hatte ihn schon länger zum Rücktritt aufgefordert, weil er seinen Zögling, den Audi-Chef Martin Winterkorn, bei VW installieren wollte. Der Putsch gelang nun endlich, denn Piëch, eigentlich ein Mann der Kapitalseite, konnte sich wieder einmal auf sein Zweckbündnis mit den Arbeitnehmervertretern verlassen.
In der Autowelt ist er berühmt ...