Tel Aviv
Der Historiker Michael Wolffsohn, 75, sieht sich als Legendenkiller. Statt Geschichte eindimensional zu betrachten, seziert er mehrere Schichten, die für die gesellschaftliche Entwicklung relevant sind, von der Biologie und Genetik bis zur Ökonomie.
Die Konsequenzen, die er aus seinen Forschungen zieht, widersprechen in der Regel dem Mainstream und wirken mitunter etwas entrückt. Aber sie regen zum Nachdenken an. So plädiert Wolffsohn zum Beispiel für eine Föderalisierung von Staaten und Regionen, um Konflikte in Krisenregionen zu lösen, etwa in der Ukraine oder im Nahen Osten.
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