Bern
Als die Weltwoche vor einigen Wochen Bundesrätin Karin Keller-Sutter an einer Veranstaltung fragte, ob es aus heutiger Sicht nicht ein Fehler gewesen sei, die OECD-Mindeststeuer von 15 Prozent für Unternehmen in der Schweiz einzuführen, winkte die freisinnige Finanzministerin sofort ab. Nein, diese Entscheidung sei richtig gewesen. Sonst hätte der Abfluss von Steuersubstrat ins Ausland gedroht. Die Argumentation der Befürworter des Steuerdiktats ist bekannt: Wenn sich die Eidgenossenschaft nicht dem OECD-Regime beugt, würden Schweizer Grossunternehmen und Töchter ausländischer Konzerne vom Ausland zusätzlich besteuert.
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